Wann wel­ches Licht­leit­ka­bel?

RfQ-Medizintechnik GmbH & Co. KG

Sattlerstrasse 28  -  D-78532 Tuttlingen / Germany

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Kombination A
Sie verwenden ein dickes Kabel mit 4.9 mm Faserquerschnitt.
Sie verwenden eine dünne Optik mit 3.5 mm Lichteintritt.


Sachverhalt:
Diese Kombination darf keinesfalls gewählt werden, da der Stutzen des Endoskops sehr heiss werden kann, weil Licht auf Metall trifft (Erwärmung). Sie zerstören unter Umständen Ihre Endoskope. (Verbrennungen am Lichteintritt des Endoskops)
Ausserdem kann der Patient gefährdet sein, da das distale Ende der Optik unter Umständen heiss wird. (Achtung bei hochenergenen Lichtquellen).

Kombination B
Sie verwenden ein dünnes Kabel mit 3.5 mm Faserquerschnitt.
Sie verwenden eine dicke Optik mit 4,9 mm Lichteintritt.


Sachverhalt:
Kombination kann gewählt werden, ist aber nicht empfehlenswert, da die Lichtausbeute bei Laparoskopien normalerweise mit "dünnen Kabeln" nicht ausreicht.
 

Kombination C
Sie verwenden ein dünne Kabel mit 3.5 mm Faserquerschnitt.
Sie verwenden eine dünne Optik mit 3,5 mm Lichteintritt.


Sachverhalt:
Diese Kombination ist optimal, da das Kabel korrekt auf das Endoskop abgestimmt wurde. Selbstverständlich funktioniert diese Kombination auch mit gleichem Querschnitt grösserer Abmessungen.
 

ACHTUNG: Ein Glasfaserkabel mit einer grösseren Öffnung erhöht die Lichtleistung eines Instruments mit einer kleineren Öffnung nicht.


Nach wie vor ist die Mehrheit der Nutzer von Kaltlichtkabeln der Meinung, dass ein weitlumiges Kabel, (nachfolgend "dickes Kabel" genannt) mehr Licht "bringt" als ein englumiges Kabel, (nachfolgend "dünnes Kabel" genannt). "Durch ein dickes Kabel geht ja mehr Licht als durch ein dünnes Kabel, da mehr Fasern zur Verfügung stehen."

Dies ist ein folgenschwerer Irrtum. Beachten Sie bitte unbedingt bei der Wahl Ihres Kabels für welchen Einsatz es gebraucht wird. Nachfolgendes Schema stellt dar, dass für dünne Endoskope auch dünne Lichtleitkabel zum Einsatz gebracht werden sollen. Dicke Endoskope benötigen dicke Lichtleitkabel.

Unter "dick" versteht man Kabel mit einem Faserquerschnitt von 4,9 mm. Unter "dünn" versteht man Kabel mit einem Faserquerschnitt von 3,5 mm oder dünner.
Ein dünnes Endoskop hat einen "dünnen" Lichteintritt, ein dickes Endoskop hat einen "dicken" Lichteintritt. Die Kabel müssen auf die jeweiligen Endoskope abgestimmt werden.

Beachten Sie weiterhin, dass Standardkabel und SOFTLINE-Kabel in hochenergetischen Lichtquellen verbrennen können.

Kombinationsmöglichkeiten

Ihre Op­ti­ken wer­den un­na­tür­lich heiß ?

Zunächst ist einmal festzustellen, dass ein endoskopisches System nie aus einer Komponente alleine besteht, sondern immer aus mehreren Teilen, welche miteinander kombiniert werden. Üblicherweise haben wir eine Lichtquelle (vorwiegend leistungsstarke Modelle wie beispielsweise 300 Watt XENON oder auch LED.
 

Achtung

Auch LED-Lichtquellen sind hochenergetisch und werden zum Teil extrem heiß.


Weiterer Bestandteile sind das Lichtleitkabel und das Endoskop.
Bei der Kombination dieser Bestandteile ist unbedingt darauf zu achten, dass die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind.
Arbeiten wir also beispielsweise mit 10mm-Optiken, so ist unbedingt darauf zu achten, dass auch ein 4,8mm Kaltlichtkabel verwendet wird. Arbeiten wir mit 4mm-Optiken, sind entsprechend dünnere Lichtleitkabel (3,5mm) zu verwenden. Um dem in der Praxis gerecht werden zu können, empfiehlt es sich farbige Lichtleitkabel zu verwenden.

 

Beachten Sie bitte

Wenn Ihr Endoskop nur noch 75% Licht durchlässt, und Ihr Lichtleitkabel nur noch eine Lichtleistung von 75% hat, reduziert sich die Lichtausbeute am distalen Ende der Optik um 50%.

Diese Vorgehensweise ist herstellerunabhängig immer zu beachten.